
07.06.2026 | 17:00 Uhr
Zunftsaal Schmiedenhof | Rümelinspl. 4, Basel
Valentina DUBROVINA, Cello
Silvia CARLIN, Klavier
TICKETS
Einzelticket: CHF 35 | 20* | 10**
5er-Abonnement: CHF 150 | 80* | 45**
*für Studierende
**für Schüler:innen
PROGRAMM
Percy Sherwood (1866-1939), Sonate für Cello und Klavier Nr. 1
Frank Bridge (1879-1941), Vier Stücke für Cello und Klavier
Alexander Gretchaninov (1864-1956), Sonate für Cello und Klavier Op. 113
Spätromantische Entdeckungen und vergessene Partituren bilden den glanzvollen Abschluss der Kammermusikwoche 2026. Das Duo, bestehend aus der Cellistin Valentina Dubrovina und der Pianistin Silvia Carlin, führt in eine Zeit des musikalischen Umbruchs und beleuchtet Werke, die zu Unrecht im Schatten des Standardrepertoires stehen.
Mit der ersten Cellosonate von Percy Sherwood eröffnet das Duo ein Werk, das tief in der deutschen Tradition verwurzelt ist und in seiner Harmonik sowie Struktur unverkennbar die Nähe zu Brahms sucht. Kontrastiert wird diese Dichte durch die „Vier Stücke“ von Frank Bridge, die eine fein nuancierte, farbenreiche Klangsprache entfalten und dabei zwischen lyrischer Intimität und subtiler Modernität oszillieren.
Den Schlusspunkt setzt die Sonate op. 113 von Alexander Gretchaninov – ein Werk, das durch melodische Intensität, emotionale Tiefe und eine eigenständige Tonsprache überzeugt. Diese Auswahl zeigt die Vielfalt europäischer Musiktraditionen um die Jahrhundertwende und bietet eine Bühne für die sonore Expressivität des Cellos.
Vor zehn Jahren lernten sich die Cellistin Valentina Dubrovina und die Pianistin Silvia Carlin an der Hochschule für Musik in Basel kennen. Ihre Begeisterung für selten gespielte und zu Unrecht vergessene Musik führte sie zur Gründung des REVISION-Projekts. Durch ihr sorgfältig zusammengestelltes Programm und ihre künstlerische Raffinesse prägen sie die ästhetische Ausrichtung des Projekts und verkörpern dessen hohe musikalische Standards.
VALENTINA DUBROVINA
Valentina Dubrovina, geboren 1992 in Russland, begann ihre musikalische Reise im Alter von fünf Jahren mit dem Klavier, bevor sie mit acht Jahren zum Cello wechselte. 2001 wurde sie in die Musikschule des Sankt Petersburger Konservatoriums unter der Leitung von Professor Mark Reisenshtock aufgenommen. Von 2010 bis 2014 studierte sie am renommierten Sankt Petersburger Rimsky-Korsakov-Konservatorium.
Von 2014 bis 2021 setzte Valentina ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik Basel fort, wo sie ihr Master Performance, Master Soloist und School of Excellence Programm unter der Leitung von Professor Ivan Monighetti und seiner Assistentin Sol Gabetta abschloss. Zusätzlich erwarb sie einen Master in Advanced Music Pedagogy und ein CAS in Musikphysiologie an der Zürcher Hochschule der Künste.
Während ihrer Ausbildung nahm Valentina aktiv an Meisterkursen mit renommierten Musikern wie David Geringas, Martti Rousi, Ivan Monighetti, Alexander Rudin, Sir András Schiff sowie an der Kronberg Academy teil. Sie war außerdem Stipendiatin der International Music Academy in Liechtenstein, wo sie an intensiven Ausbildungswochen teilnahm.
Valentina erzielte Erfolge bei zahlreichen Wettbewerben, darunter der dritte Preis beim Davydov Cello Wettbewerb, ein Preis beim Wettbewerb der Basler Orchester Gesellschaft Stiftung sowie der erste Preis beim Nationalen Wettbewerb in Moskau. Gemeinsam mit dem Varga Trio gewann sie außerdem den ersten Preis beim Danubia Talents Music Competition.
Ihre Konzertauftritte führten sie durch Russland, die Schweiz, Deutschland, Frankreich und die Niederlande, wo sie auch bei der renommierten Cello Biennale auftrat.
SILVIA CARLIN
Silvia Carlin ist eine preisgekrönte Pianistin und Stipendiatin des Swiss Government Excellence Scholarship (2015–2016). Sie wurde bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter mit dem zweiten Preis beim „Stefano Marizza“-Wettbewerb in Triest (2018) und dem dritten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Città di Stradella“ (2018).
Ihre Konzerttätigkeit führte sie durch Italien, die Schweiz und Deutschland, wo sie als Solistin und Kammermusikerin auftrat. Sie spielte in renommierten Sälen wie der Laeiszhalle Hamburg und dem Steinway Hall Paris, wo sie im Rahmen des Glocal Piano Projects des Busoni-Klavierwettbewerbs auftrat. Im Februar 2024 begeisterte sie mit den Symphonikern Hamburg in Ravels Klavierkonzert in G-Dur.
Ihre musikalische Ausbildung begann sie bei Nicoletta De Cian und schloss ihr Studium bereits mit sechzehn Jahren mit Auszeichnung am Konservatorium Vicenza bei Antonio Rigobello ab. Anschließend studierte sie bei Filippo Gamba in Basel und Aleksandar Madžar in Hamburg und vertiefte ihre künstlerische Entwicklung durch Meisterkurse bei Sir András Schiff, Lilya Zilberstein, Matti Raekallio, Benedetto Lupo, Homero Francesch und Massimiliano Ferrati.
Seit 2019 unterrichtet sie an der Musikschule der Musik-Akademie Basel und verbindet ihre Lehrtätigkeit mit einer vielseitigen Konzertkarriere.

